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Der Schimmelpilz



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Vielen Menschen ist nicht bewusst, welchen gesundheitlichen Risiken und Krankheiten sie sich in einem mangelhaft ausgeführten oder sanierungsbedürftigen Gebäuden aussetzten. Schimmelpilze können die unterschiedlichsten Ursachen haben und in den verschiedensten Bauteilen versteckt sein. Oft sitzten die Schimmelpilze, vom Gebäudenutzer unbemerkt, hinter Dachverkleidungen, hinter Fliesen oder im Estrich.

Eine zu geringe Oberflächentemperatur raumseitiger Bauteile begünstigt den Schimmelpilzbefall und reumatische Erkrankungen. Feuchte Wände haben nur einen Bruchteil der Dämmwirkung trockener Mauern, so setzen 4% Feuchtigkeit in einer Leichtziegelmauer die Dämmung um 50% herab.

Die Ursachen, welche die Bildung von Schimmelpilz fördern, sind meist sehr komplex. Regelmäßig schaffen mehrere Faktoren die Grundvoraussetztung, die am Ende zu dem Befall führen. Oft sind es nur kleine Abweichungen oder Änderungen im Nutzerverhalten, die alle alleine für sich keinen Mangel darstellen oder die Anlass zur Beanstandung geben können. Und trotzdem kann sich Schimmel bilden. Denn die Kombination dieser kleinen Fehler kann die Situation zum "Kippen" bringen.

Schimmelpilze können, abhängig von ihrer Gattung, toxisch, hormonell, antibiotisch oder allergen auf den Menschen wirken. Sie stellen deshalb nicht nur ein optisches und hygienisches, sondern auch ein ernstzunehmendes gesundheitliches Problem dar. Nach einem Wasserschaden sollten Sie sich nicht mit den oberflächlichen "Verschönerungs- maßnahmen" zufrieden geben, die für die meisten Menschen die Regel darstellen. Häufig ist die Gebäudesubstanz nachhaltig geschädigt. Fazit: Es tritt ein versteckter Pilzbefall auf, der Putz und Estrich sandet ab, usw.. Da der Geschädigte diese Schäden meist nicht rechtzeitig erkennt - und im nachhinein auch nicht mehr beweisen kann - muß er die oft erst Jahre später auftretenden Sanierungskosten selbst bezahlen.

Es gibt unzählige dubiose Firmen auf dem Markt, die versprechen Feuchtigkeit und Schimmelpilze entgültig zu beseitigen, dabei aber nicht fachgerecht vorgehen und die eigentliche Schadensursache nicht bekämpfen. Meist tritt der Schimmelpilz nach kurzer Zeit wieder auf. Häufig sind die betroffenen Gebäude, nach einer solchen "Sanierung", durch den Einsatz ungeeigneter chemischer Stoffe mit gefährlichen Wohnraumgiften belastet.Damit ein vorhandener Schimmelpilzbefall gestoppt und beseitigt werden kann, muß zuerst die Ursache für den Schimmelpilz ermittelt und fachgerecht beseitigt werden. Eine zu hohe Feuchtigkeit im Gebäude ist die Grundlage für jedes Schimmelpilzwachstum. Bei neueren Gebäuden ist Schimmelpilz fast immer auf Ausführungsfehler ("Handwerkerpfusch") oder das falsche Wohn-/Lüftungsverhalten der Gebäudenutzer zurückzuführen. Bei älteren Gebäuden ist die Ursache meist der früher übliche, niedrigere bautechnische Standard (Wärmebrücken, unzureichende Wärmedämmung, etc.).

Auf das bei Verbrauchern gerne verwendete "Mittel" Essig sollte man bei der oberflächlichen Schimmelbekämpfung unbedingt verzichten. Aufgrund des sauren Milieus des Essigs verschiebt man das alkalische Milieu des Putzes, welches das Schimmelpilzwachstum nur mehr fördert. Auch Mittel auf Chlorbasis aus dem Baumarkt sind sehr gefährlich, da sie zu Lungen- und Schleimhautreizungen führen können.

Durch eine nicht fachgerechte Schimmelbekämpfung kann ein bauwerksbedingter Schimmelpilz (z.B. durch aufsteigende Feuchtigkeit oder Wärmebrücken) natürlich nicht gestoppt oder beseitigt werden, da die Ausgangsursache für den Schimmelbefall weiter bestehen bleibt. Bei einer nur oberflächlichen Entfernung vermehren sich die Schimmelsporen wieder nach kurzer Zeit (bei der ersten Durchfeuchtung) wieder. Bei einem bauwerksbedingten Schimmelpilzbefall müssen auf das betroffene Gebäude individuell zugeschnittene Sanierungsmaßnahmen ergriffen werden.

Nur ein qualifizierter Sachverständiger besitzt das nötige Fachwissen und die Erfahrung um zu beurteilen, welche Maßnahmen langfristig Erfolg versprechen. Unzählige Schadensfälle zeigen, daß es riskant ist, auf die Vermutungen und das Halbwissen der diversen "Sanierungsfirmen" und Handwerksbetriebe zu vertrauen.

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